14. November 2016

Workshop Schülerpraktikum

„Die Zukunft unseres Unternehmens ist massgeblich von guten Fachkräften abhängig, daher sind Schülerpraktika ein geeignetes Instrument, um sowohl auf unser Ausbildungsangebot als auch uns als potentiellen Ausbilder aufmerksam zu machen.“
Tanja Schirmann, PLISCHKA Logistik GmbH

„Ich habe in drei Wochen drei verschiedene Berufe ausprobiert und weiss jetzt, dass ich etwas Handwerkliches nach der Schule machen möchte. Es hat mir viel Spass gemacht.“
Tom, Schüler aus Lichtenberg

Beide Interessen miteinander zu verknüpfen war Ziel des Workshops BETRIEBSPRAKTIKA FÜR SCHÜLER*INNEN WORKSHOP FÜR KMU 2016, veranstaltet vom Netzwerk Regionaler Ausbildungsverbünde.

Wegen der großen Nachfrage von Wirtschaft, Handel, Handwerk, aber auch der Schulen und der Agentur für Arbeit fand der Workshop nun schon zum dritten Mal statt. Am 14.November im Holiday Inn Berlin City East.

Zu dem wieder sehr gut besuchten Workshop waren Interessierte aus allen Bereichen der beruflichen Bildung gekommen, die mit dem Thema befasst sind. Nach der Eröffnung durch Herrn Rainer Holland (PW AG) führte Herr Christian Johann (Schule Plus) durch die sehr informative Veranstaltung:

Schüler lernen die Arbeitswelt kennen. Sie sehen Berufsbilder in der Praxis und bekommen Kontakt zu Ausbildungsbetrieben. Unternehmen profitieren durch Nachwuchsgewinnung, durch Imageförderung und bekommen Kontakt zu den Schulen.

Aber auch die Probleme rund um das Thema wurden angesprochen. Frau Sybille Kubitzki von der PSW synchronisiert die Schulkonzepte mit der Praxis von Unternehmen. Sie sprach einige wichtige Punkte an. So ist z.B. die Terminierung der Praktika oft unüberlegt, die Begleitung durch die Lehrkräfte lässt häufig zu wünschen übrig. Die juristischen Seiten wie Vertragsrecht, Jugendschutzgesetz und Versicherungsschutz wurden ausführlich besprochen und teilweise lebhaft diskutiert.

Einigkeit herrschte dennoch über die großen Vorteile der Schulbetriebspraktika. Durch die verschiedenen Formen der Schulpraktika (einTag /Woche bis zu drei Wochen) können die Bedarfe der Schüler*innen optimal berücksichtigt werden. Die Erfahrungen während dieser Zeit können das Selbstvertrauen der Praktikanten*innen sehr positiv beeinflussen. Durch Schülerfirmen wie z.B. Fahrrad-Hilfe-Zentren, Catering-Angebote, Druckstudios oder Glas-Recycling können die Jugendlichen praxisnahe Erfahrungen sammeln, die für ihren späteren Berufsweg oft entscheidend sind. Es gab ebenfalls zahlreiche Tipps für Unternehmen: Zur Schaffung interaktiver Netzwerke, wie wichtig der erste Tag des Praktikums ist, oder wie gut es ist, die Eltern mit einzubinden. Anschließend wurden die Erkenntnisse und Erfahrungen in 2er -Gruppen mit Rollentausch vertieft

Nach dem Schlusswort von Herrn Rainer Holland, in dem er alle Beteiligten zur Förderung dieses wichtigen Instrumentes ermunterte, konnte jeder Teilnehmer sein persönliches Feed-Back auf einer Tafel bewerten.

Für jeden gab es eine Informationsmappe. Diese enthält eine Zusammenfassung aller besprochenen Themen, vom Erstkontakt bis zum Praktikumsende. Zudem Namen, Adressen und Telefonnummern vieler relevanter Ansprechpartner, sogar fertige Formulare für die Akteure.

Der Workshop wird nächstes Jahr wieder stattfinden. Der Termin steht noch nicht fest

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